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Professor Richard Müller

Maler. Grafiker. Kunstpädagoge

auszugsweise aus einem Bericht von Gerlinde Langkammerer

 

Richard Müller war nicht nur Maler, sondern auch Grafiker und Kunstpädagoge.. Er wurde im Jahre 1874 in Tschirnitz bei Pürstein geboren. Sein Vater war Webmeister in der dortigen Textilfabrik.
 
Schon als Schüler entwickelte Richard ein besonderes malerisches Talent. Dies wurde von seinem Lehrer Klement stark gefördert. Dieser empfahl ihm, nach seiner Schulzeit das Porzellanmalen zu erlernen. Richard kam zur Ausbildung in die Porzellanstadt Meißen, wo man frühzeitig seine hervorragenden Fähigkeiten erkannte.. Er bewarb sich bei der Dresdner Kunstakademie. Nach Vorlage von Bildern uns Skizzen kam er dort als Student an.
Schon während des Kunststudiums gelangen Richard Müller verschiedene Bilder, Grafiken und Radierungen, die später sehr positiv beurteilt wurden. Für seine Radierung "Adam und Eva" erhielt er einen mit 6.000,- Mark dotierten Preis. Mit dieses Geld konnte er eine Studienreise durch Europa machen.

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Richard Müllers Schulmeister Herr Klement

In den berühmtesten Galerien interessierte er sich vor allem für die Werke alter Meister. besonders bewunderte er das Können von M.Klinger, der die Technik der "trockenen Nadel" hervorragend beherrschte. Diese Technik wurde fortan sein Lieblingsstil. Sein erstes besonderes Exponat wurde das Bild "Der Bogenschütze". Nun reihte sich Erfolg an Erfolg.

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Triton im Schloßpark Klösterle

 
Die Prager Galerie hat seine Bilder "Die alte Frau", "Der Mann mit der Pelzütze" und "Der Priester" erworben. Weltbekannt wurde Müller mit seinem Bild "Die Nonne". Für dieses Werk wurde er in Paris und Dresden mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet.
Von der Kunstakademie Dresden erhielt Müller eine Berufung zum Professor. Professor Müller heiratete die amerikanische Sängerin Lilia Senders und zog mit ihr in das Städtchen Loschwitz. Das Ehepaar erwarb das ehemalige Ludwig Richter- Haus. Dieses riesige Haus diente nicht nur als Wohnung, sondern auch als Kunstgalerie. Diese Galerie erfreute sich bereits nach kurzer Zeit größter Beliebtheit.
Seiner Heimat Sudetenland hat er immer die Treue gehalten. Ab 1905 verbrachte er seinen Urlaub im Egertal, das ihm viele Motive für seine Bilder bot. Er besuchte dann regelmäßig seinen Geburtsort Tschirnitz. Gewohnt hat er in Klösterle oder Kettwa. Zu Kettwa hatte er ein besonders enges Verhältnis. Trotz seiner Berühmtheit war Professor Müller frei von  Starallüren. Er suchte immer wieder das Gespräch zu den einfachen Leuten.
Professor Müller verstarb am 7.5.1954 im Alter von 70 Jahren. 
 Professor Richard Müller war wohl der bekannteste Künstler unserer engeren Heimat und hat es verdient, nicht in Vergessenheit zu geraten.

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